Meine Priorität im Frühling 2024 war nicht auf “Radfahren” gelegt, sondern auf einen «Running-Wettkampf».
Can Picafort (Mallorca)
Am 21. April plante ich erstmalig am Zürich Marathon teilzunehmen. Da in den vergangenen Jahren der Termin dieses Anlasses immer in die Oster-Rad-Trainingswochen oder gerade auf das Wochenende nach meiner Rückkehr, fiel, verzichtete ich jeweils auf eine Teilnahme.
Da ich noch nie so früh im Jahr an einem Halbmarathon oder Marathon teilnahm, (ausser dem Engadiner Skimarathon) war das Winter- und Frühlings Lauftraining entsprechend intensiver als sonst.
Nichtsdestotrotz liess ich es mir nicht nehmen, wie in den Jahren zuvor, in den ersten 2 Aprilwochen für ca. 10 Tage in den Rennradurlaub nach Mallorca zu fliegen, um mich in der Wärme auf die sportlichen Aktivitäten vorzubereiten aber auch einfach die ersten Sonnenstrahlen zu geniessen.
Dieses Mal wählte ich kein Hotel in Alcúdia sondern das Hotel The Sea Hotel By Grupotel in Can Picafort, der nächsten südlicher gelegenen Ortschaft.

Es war ein von Huerzeler Rennradreisen angebotenes Radsport Hotel – doch nicht ganz so optimal auf Radfahrer ausgelegt, wie die Hotels in den Jahren zuvor auf Mallorca oder auch im Südtirol.
Trotz der nicht optimalen Hotel Infrastruktur hatte dies keinen Einfluss auf die diversen Ausflüge mit meinem Cube Miet-Rennrad, welche sich vor allem auf den Ost- und Mittelbereich der Insel konzentrierten.
Ich machte nicht so lange und intensive Ausflüge wie im Vorjahr, da ich v.a. in der 2. Woche am Nachmittag diverse längere Laufeinheiten auf dem Programm hatte. Die Vorbereitungen auf einen (Lauf-)Marathon waren sicher nicht optimal, da es nach der Rückreise von Mallorca nur eine Woche bis zum Zürich Marathon blieb und in dieser Zwischenzeit ja «Tapering» (runterfahren resp. schonen) angesagt war.




Die üblichen «Hotspots» wie das «Cap de Formentor» und die diversen kleinen Pässe fehlten aber auch in diesem Jahr nicht. Bei allen Ausfahrten legte ich immer irgendwo einen Zwischenhalt ein, um mich zu stärken. Denn nur mit Riegeln vom Mittagessen bis zum Abendessen im Hotel durch den Tag zu kommen wäre ja nicht so abwechslungsreich.


Am Hotel war sonst bezüglich Lage, Sauberkeit, Zimmer und Essen nichts auszusetzen. Auch die direkt am Strand gelegene Bar lud dazu ein, einen Apéro vor dem Nachtessen in der Abenddämmerung mit Blick auf das Meer zu geniessen.

Zürich Marathon
Am 21. April fand dann bei winterlichen und hässlichen Bedingungen der Zürich Marathon statt.
Zusammen mit meiner Kollegin Karin vom Swiss Lauftreff Cham absolvierte ich erfolgreich dieses Rennen. Trotz den «nicht optimalen» Bedingungen war ich mit dem Resultat mehr als zufrieden.


Zugerberg Finanz Brevet
Als nächstes «Veloprojekt» stand am 9. Mai (Auffahrt und somit Feiertag) das Zugerberg Finanz Brevet auf der ToDo – Liste.
Es geht dabei darum, innert 24 Stunden alle 6 Bergstrecken der Zugerberg Finanz Trophy mit dem Rennrad zu bewältigen. Die Routenwahl wäre theoretisch frei – doch der optimale/kürzeste Weg ist ziemlich klar und ergibt ein Streckentotal von ca. 140 km und 2800 Höhenmetern.
Ich habe beschlossen meine Kollegen Christoph und Peter zu fragen, um dieses Vorhaben zu dritt in Angriff zu nehmen. Trotz kühlen Temperaturen (aber immer trocken), war es ein toller Tag, den wir zu dritt verbringen durften. Um uns nicht nur von Riegeln und Gels zu ernähren gönnten wir uns ein Mittagessen bei der 3. Bergstrecken (Zug – Zugerberg) im Restaurant Blasenberg.

Alpe d’Huez
Ende September stand das nächste Rennrad-Projekt auf dem Programm. Zusammen mit Sandra fuhr ich für ein verlängertes Wochenende nach Le Bourg-d’Oisans, einem kleinen Dorf in Frankreich am Fusse der legendären von der Tour de France bekannten Alpe d’Huez.



Von diesem Ort gilt es auf einer Distanz von ca. 14.5km und 21. Kurven einen Höhenunterschied von 1120m zu überwinden. Die durchschnittliche Steigung beträgt dabei 7.9% und die Maximalsteigung 14%. Den Rekord zur Bewältigung dieses Anstieges anlässlich einer Tour de France Etappe (1997) hält aktuell der 2004 verstorbene Marco Pantani.
An diesem Wochenende nahmen wir zweimal über verschiedene Routen den Aufstieg zur «Alpe d’Huez» in Angriff. Dieses Vorhaben galt als Vorbereitung für einen Wettkampf, den ich Ende Juli 2025 in Angriff nehmen will. Ich habe nun die Gewissheit, dass dieser Anstieg für mich «gut» zu meistern ist.



Eigentlich wollten wir an diesem Wochenende noch den ebenfalls legendären und von der Tour de France bekannten Col du Galibier bezwingen, doch durch den Schneefall etwa eine Woche zuvor, war die Auffahrt gesperrt. Also ist dieses Vorhaben auf Juli/August 2025 verschoben.
Aber in dieser Region gab es bei top Herbstwetter schöne aber nicht ganz so anstrengende Alternativen. Es boten sich immer wieder atemberaubende Aussichten runter ins Tal oder auf entfernte Berggipfel oder Alpenpässe.
Wer mich kennt weiss, dass auch bei solchen sportlichen Aktivitäten das kulinarische nie zu kurz kommen darf. Und so durfte auch eine französische Ente nicht fehlen! Beim Wein sind die «Franzosen» nicht gerade mein Favorit – aber es gab genügend spanische oder italienische Alternativen. Man muss die verlorenen Kalorien schliesslich wieder «reinbringen» 😊




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